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Altbewährtes neu interpretiert

Freiherr Langwerth von Simmern

Die geschäftliche Neustrukturierung der Familie Langwerth von Simmern soll sich natürlich auch im visuellen Erscheinungsbild der Marke niederschlagen. Damit das, was innen passiert, auch außen wahrnehmbar wird – und zwar auf den ersten Blick. Dabei ging es keinesfalls darum, die Tradition über Bord zu werfen. Im Gegenteil. Das historische Wappen des Hauses bildet nach wie vor die Basis. Mit goldener Lilie auf schwarzem Schild, dem dreilatzigen blauen Turnierkragen sowie dem Helm mit schwarz-goldener Helmdecke und einer weiteren goldenen Lilie zwischen zwei Steinbockhörnern ist es in seinen Grundelementen Jahrhunderte alt – und ein echtes Prachtstück der Heraldik.

Die neue Marke bedient sich traditionsbewusst dieses visuellen Erbes, wenn gleich die martialischen Elemente bewusst in den Hintergrund getreten sind. Der „Kampf“ um hervorragende Weine und eine zukunftsorientierte Landwirtschaft, wie er heute für die Familie im Zentrum steht, wird eben nicht in Waffengängen ausgetragen. Glücklicherweise. Die neuen Unternehmensfarben sprechen zudem eine durch und durch moderne Sprache und die progressive Typografie verweist – trotz klar erkennbarer Reminiszenzen an die historische Schriftmalerei – auf den Blick nach vorn. So wurde die Marke „Freiherr Langwerth von Simmern“ in der harmonischen Verbindung aus „alt“ und „neu“ ganz frisch für die Zukunft geharnischt.

Diese Originalgrafik aus dem Familienarchiv birgt eine ganz besondere Geschichte: Im Jahr 1893 malte die Baroness von Münchhausen eigenhändig diesen Etikettenentwurf – wohl als Liebeserklärung an Ernst Langwerth von Simmern und vermutlich auch als Hommage an die Weine des Hauses. Die auch damals schon historisierende Ästhetik der kleinen Grafik weist sie als Kind ihrer Zeit aus, stand doch der Historismus noch in voller Blüte und der Jugendstil gerade erst als Avantgarde am Horizont.

Dem Entwurf selbst war voller Erfolg beschieden – die buchstäbliche Liebesmüh war hingegen vergeblich. Zumindest offiziell wurde aus den beiden nie ein Paar. Weit über hundert Jahre zierte jedoch das Etikett die Langwerth’schen Weine – und wird das auch in Zukunft tun. Dazu wurde es nun aufwendig am Computer nachgebildet, um es an die Erfordernisse unserer Zeit anzupassen. Dem kunsthandwerklichen Charme des Originals kommt man mit heutiger Technik natürlich nur bedingt nahe. Aber die zeitlose Schönheit der Grafik an sich bildet einen sehr angenehmen ästhetischen Kontrast zur bisweilen doch etwas schrillen Gegenwart. Finden Sie nicht auch?

Fragen? Ich freu mich drauf!

Ansprechpartner für dieses Projekt ist Carola Bieser in Wiesbaden.

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